SOM - Sonderfälle bei der Beurteilung von Messsystemen
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Fachliche Leitung:
Herr Dipl.-Ing. Stephan Conrad
Informationen zum fachlichen Leiter
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Zielgruppe: Mitarbeiter aus den Bereichen Messtechnik/Messraum, Qualitätswesen, Fertigung, Entwicklung und Konstruktion sowie Messsystemhersteller, Auditoren für MSA. |
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Voraussetzung: Zur Teilnahme an diesem Seminar sind Grundkenntnisse in den statistischen Methoden und der Messsystemanalyse erforderlich, wie sie z. B. in unserem Seminar "ETS - Einführung in die technische Statistik" (011-STM) und "AFM - Analyse und Fähigkeitsnachweis von Messsystemen" (016-STM) vermittelt werden. |
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Zum Thema: Wie kann man die Eignung von Prüfmitteln nachweisen, bei denen die herkömmlichen Verfahren der MSA nicht anwendbar sind? Lernen Sie in diesem Seminar alternative Methoden und Verfahren aus der Praxis kennen:
- Dreikoordinaten-Messgeräte
- Wuchtmaschinen
- Lecktester
- Härteprüfung
- Drehmoment und Schraubtechnik
- Oberflächen-Rauheitsmessungen etc.
Die Beurteilung von Messverfahren steht im Mittelpunkt Die Grundlage aller Eignungsnachweise für Maschinen und Fertigungseinrichtungen sowie für die Prozessqualifikation sind Qualitätsinformationen, die mit Messgeräten erfasst werden. Die von den Messgeräten ermittelten Werte müssen der Wahrheit sehr nahe kommen, sonst spiegeln die Werte und die davon abgeleiteten statistischen Ergebnisse den realen Sachverhalt nicht ausreichend wieder. Vermeidbare Fehlentscheidungen sind die unmittelbare Folge. Ob ein Messwert sich für den jeweiligen Einsatzfall eignet, wird mit einer sogenannten Messsystemfähigkeit nachgewiesen. Die Vorgehensweise, Berechnungsmethode und Annahmekriterien sind innerhalb der AIAG im Reference Manual "Measurement System Analysis" bzw. in mehreren Firmenrichtlinien unterschiedlich beschrieben. Daher hat die Automobilindustrie den Leitfaden zum "Fähigkeitsnachweis von Messsystemen" erstellt. Dabei handelt es sich um einen Standard, mit dem die meisten Messgeräte beurteilt werden.
Sonderfälle Allerdings gibt es Messverfahren, die nicht so ohne weiteres mit dem beschriebenen Standard beurteilt werden können. Gründe hierfür können sein:
- Normal oder Referenz ist nicht vorhanden,
- keine Wiederholungsmessung möglich,
- und dergleichen mehr.
Daher wurden für einige sogenannte Sonderfälle Vorschläge ausgearbeitet, wie diese Messverfahren zu beurteilen sind. Dabei wird versucht, sich soweit wie möglich am Standard zu orientieren. Dies gelingt oftmals, wenn bei der Untersuchung gewisse Einschränkungen vorgenommen bzw. die Grenzwerte in begründeten Fällen flexibler gehandhabt werden. |
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Schulungsziel: In diesem Seminar werden Vorschläge zur Beurteilung von Messverfahren diskutiert, die nicht oder nur bedingt mit den bekannten Verfahren des Fähigkeitsnachweises abgenommen werden können. Es werden Ihnen alternative Betrachtungsweisen vorgestellt und sie erhalten Ratschläge, wie Sie praktikabel und effizient die Beurteilung Ihrer Messverfahren vornehmen. Die Themen werden anhand von Fallbeispielen vertieft und wir zeigen Ihnen, wie Sie selbst bei komplexen Messverfahren eine Beurteilung durchführen können. |
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Inhaltsübersicht:
1. Tag
- Bedeutung der Prüfmittel
- Anforderungen der Normen - Anforderungen an Prüf- und Messmittel und an die Prüfmittelüberwachung - Aussagefähigkeit von genormten Annahmetests und Fähigkeitsanalysen - Beispiel für Messaufgabenbeschreibung und Lastenheft - Begriffsdefinitionen und Anmerkungen
- Vorgehensweise "Nicht fähige Messsysteme"
- Definition Prozess - Prozess-Modell - Messprozess, Messsystem - Einflussgrößen auf das Messergebnis
- Standard-Prüfmittel
- Eignung attributiver Prüfmittel
- Grundbegriffe: Prüfen - Messen - Lehren - Beispiele für Lehren (-arten) - Gebrauch der Lehren - Voraussetzungen für eine erfolgreiche attributive Prüfung - Ablauf der "Short-Method"-Prüfung - Vorteile des Lehrens und Vorteile des Messens
- Sichtprüfen
- Hundertprozent Verlese- und Messprozess
- Automatische Dichtheitsprüfung in der Serienfertigung
- Übersicht der wichtigsten Dichtheitsprüfmethoden (Auszug aus DIN EN 1779:1999-10) - Dichtheitsprüfung nach dem Differenzdruckverfahren - Temperatur als Störeinfluss bei der Dichtheitsprüfung - Fähigkeitsanalyse und Überwachung von Dichtheitsmessgeräten
2. Tag
- Härteprüfverfahren
- Härteprüfung nach Brinell, Vickers, Knoop, Rockwell - Ritzhärteprüfung - Schlaghärteprüfung - Rücksprunghärteprüfung - Das UCI-Verfahren (Ultrasonic Contact Impedance) - Einhärtetiefe - Das Ultraschall-Rückstreu-Verfahren - Durchführung und Vergleich der Härteprüfverfahren - Fähigkeitsanalyse und Überwachung
- Drehmomentprüfung und Schraubtechnik
- Die Anziehverfahren und ihre Anwendungen - Sonderschraubverfahren - Entwicklung der Drehmoment-Kalibrierung - Fähigkeitsanalyse, Überwachung und Prozessabsicherung - Kalibrierung von Drehmomentmessgeräten für statische Drehmomente (Auszug aus DIN 51309) - Handbetätigte Drehmoment-Werkzeuge / Anforderungen und Prüfungen (Auszug aus DIN ISO 6789) - Genauigkeitsprüfung
- Drei-Koordinaten-Messgeräte
- Optische Messgeräte
- Übersicht optische Messgeräte - Profil- und Messsprojektoren
- Wuchtmaschinen
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Schulungsdauer: 2 Tage, jeweils von 9.00 Uhr bis 17.00 Uhr |
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Schulungsart: Praxisseminare und Lehrgänge
[ Hinweise
zur Schulungsart ]
Diese Schulung steht auch in folgenden Schulungsarten zur Verfügung:
In-House-Training
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| Ort |
Beginn |
Ende |
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Online-Anmeldung |
| Weinheim |
25.11.2010 |
26.11.2010 |
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Leistungsumfang und Teilnahmegebühr: Einschließlich ausführlicher Seminarunterlagen, gastronomischer Verpflegung und Teilnahmebestätigung 890,- EUR zzgl. MwSt.
Für ein In-House-Training unterbreiten wir Ihnen gern ein Angebot. |
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Flyer Downloadmöglichkeit:
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