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Methoden und Werkzeuge für die Entwicklung von Produkten und Prozessen - Teil 2: Von der Idee zum Prozess

6. Juni 2018, Dipl.-Ing.Roman Wenig
Zahlreich sind die Legenden, in denen eine Produktidee auf einer Serviette oder einem Bierdeckel skizziert wurde und von dort ihren Siegeszug über die Produktion bis hin zum Kunden antrat.
 
Für die meisten Produkte und Dienstleistungen sieht dieser Weg jedoch weit weniger glorreich aus: Am Anfang stehen die Stakeholder. Das sind diejenigen Parteien, die ein Interesse am zu entwickelnden Produkt oder am zugehörigen Lebenszyklus haben, siehe auch ISO 10006:2017-11 "Quality management – Guidelines for quality management in projects".

Diese Stakeholder stellen Forderungen an die Produkte und Dienstleistungen. Dazu gehören unter anderem auch diejenigen Forderungen, die aus der internationalen Normung hinsichtlich der Anforderungen an ein Qualitätsmanagementsystem bekannt sind:
  • DIN EN ISO 9001:2015 und
  • IATF 16949:2016,
jeweils im Abschnitt 8.3 beschrieben: Entwicklung von Produkten und Dienstleistungen.
 
Die Forderungen lassen sich gemeinhin in die Funktionen, die das Produkt erfüllen soll, untergliedern und in die sogenannten "-ilities": Das sind Aspekte, die neben der Funktions­erfüllung eine Rolle spielen. Einige der bekannteren sind: Zuverlässigkeit, Verfügbarkeit, Wartbarkeit.

Spätestens ab diesem Zeitpunkt wird es unübersichtlich: Niemand jongliert mehrere Listen und die Beziehungen der Elemente beider Listen gleichzeitig im Kopf. Software muss her, welche uns hilft, den Überblick zu behalten.
 
Hier beginnt ein Dilemma: Es gibt keine Software, die einen durchgehenden Informations­verarbeitungsprozess über den gesamten Produktlebenszyklus unterstützt. Es gibt hervor­ragende Lösungen für einzelne Abschnitte, jedoch muss die Informationsweitergabe mühsam von Abschnitt zu Abschnitt durch Experten gemanagt werden. Zu zahlreich sind die Formate, die Granularität, die Fehler der Informationen – selbst, wenn diese vollständig und aktuell ist.

Für die Beschreibung der frühen Phasen des Produktlebenszyklus eignet sich Acclaro® DFSS. Hier sind Listen sowohl für Stake­holder als auch für die Anfor­derungen vordefiniert.

Für die Beschreibung der frühen Phasen des Produktlebenszyklus eignet sich Acclaro® DFSS. Hier sind Listen sowohl für Stake­holder als auch für die Anfor­derungen vordefiniert.

Diese Listen lassen sich zu den unterschiedlichsten Matrizen verknüpfen, sodass ein Informationsfluss nach dem Motto gewährleistet ist: Existiert ein Element, welches keine Beziehung zu einem anderen Element hat, so ist das Design nicht vollständig.
 
Üblicherweise sollte mit der Entwicklung von Funktionsstrukturen begonnen werden: Ein Produkt soll schließlich in einer gewissen Umgebung und unter gewissen Bedingungen funktionieren. Das muss als Funktionsmodell "lösungsneutral" beschrieben werden.

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